Out of Barmbek

Rein beruflich verschlägt es mich diese Woche in die Mutterstadt, die seit ein paar Wochen nicht mehr meine Heimtstadt ist, zumindest habe ich hier keinen zweiten Wohnsitz mehr.

Was ich hier auch nicht habe, ist ein vernünftiger Internet-Zugang. Mein Macbook Nikita liegt zwar in der Wohnung der Mutter, in der ich die nächsten Tage verbringen werde, aber dank des gut eingespielten Schuld-in-die-Schuhe-Schiebens des Ex-Monopolisten und der neu angetretenen Telefon-Firmen wird der DSL-Anschluss erst morgen gelegt. So sitze ich in der Stadtbücherei („Bücherhalle“ für alle Hamburger) und versuche, auf dem öffentlichen PC ein wenig meine Mails und das Blog zu pflegen.

Wann habe ich das letzte Mal einen Röhrenmonitor benutzt? Ich kann mich ehrlich nicht mehr dran erinnern. Außerdem erinnere ich mich nicht mehr dran, wann ich zuletzt eine völlig grottige Kiosk-Software benutzt habe. Die Firma MSC Elektronische Bauelemente GmbH (www.msc-elba.de) hat es tatsächlich geschafft, mir vor Augen zu führen, dass ein standardkonformer Web-Browser keine „Commodity“ ist, also kein Gebrauchsgut, das man als gegeben hinnehmen kann.

Abgesehen davon ist es hier mal wieder ganz nett, auch wenn es sehr seltsam ist, zum Arbeiten in diese Stadt zu kommen. Sonst bin ich hier zum Verbringen freier Tage, zum Besuch der Familie und von Freunden. Aber Arbeit? Zudem ist es ein ganz komisches Gefühl, in die neue Wohnung der Mutter zu kommen. Bislang habe ich die Wohnung nur im unmöblierten Zustand gesehen. Jetzt ist es schon ein wenig seltsam, die ganzen Möbel in einem neuen Kontext zu sehen, besonders, weil die Mutter diese Woche gar nicht zu Hause ist und ich dort alles allein entdecken muss. Ist aber schön geworden, hat sie sehr fein eingerichtet. Es fehlt zwar gegenüber vorher ein Zimmer, aber dafür wohnt ja auch ein Bruder weniger dort. Es fällt gar nicht so sehr auf, dass gegenüber vorher dreißig Quadratmeter fehlen, die Vertrautheit der Möbel und des Einrichtungsstils macht da einiges wett.

Wenn’s also in den nächsten Tagen ein wenig spärlich wird mit Neuigkeiten hier, bitte ich das zu entschuldigen. Nochmal tue ich mir diesen Stadtbücherei-PC nicht an.

Mit dem Passwort OROWK6-PSBUQ kann man in der Stadtbücherei Düsseldorf noch ca. acht Minuten Internet nutzen. Go for it.

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