Der total wissenschaftliche USB Tassenwärmer-Test

Die A. hat mir etwas geschenkt: einen Tassenwärmer. Nicht irgendeinen, sondern — dem Empfänger entsprechend völlig geekgemäß — einen mit USB-Stromversorgung. Es gibt ja mittlerweile nichts mehr, was es nicht mit USB-Anschluss gibt. Bin spätestens seit der alljährlichen Dezemberlektüre des Pearl-Katalogs der Auffassung, dass USB nur in zweiter Linie ein Standard zur Datenübertragung ist. In erster Linie hingegen wird USB verwendet, um Gadgets mit Strom zu versorgen. Nicht viel Strom, das gibt die Spezifikation nicht her, wahrscheinlich nicht genug für ein Fondue-Set oder einen Grill. Zumindest aber eine Tasse und ihren Inhalt sollte man mit USB-geliefertem Strom warm halten können, oder etwa nicht? Ein Versuch soll es beweisen. Wie entwickelt sich die Temperatur von leciht erwärmten Wasser in einem beheizten Gefäß?

Habe mir folgenden Versuchsaufbau ausgedacht: Zwei Kaffeetassen werden mit 29° warmem Wasser gefüllt. Eine Tasse wird auf den vorgeheizten USB Tassenwärmer gestellt. Im Abstand von jeweils ca. 10 Minuten wird mit dem analogen Tee-Thermometer die Temperatur des Inhalts beider Tassen ermittelt. Durch die Verwendung von zwei Tassen sehen wir nicht nur den Wärmeffekt des Gerätes in absoluten Zahlen, sondern auch relativ zu einer nicht gewärmten Tasse. Das ganze findet nicht unter Laborbedingungen statt, aber für eine Indikation der Wirksamkeit sollte es reichen. Die Raumtemperatur beträgt 22°. Wer nach dem Luftdruck fragt, kann mir den Buckel runterrutschen; ich bin viel, aber kein Physiker.

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Der Versuch beginnt (man beachte die rote Aktivitäts-LED am Tassenwärmer):

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Nach ca. 20 Minuten un zwei Messungen beende ich den Versuch. Die Ergebnisse:

Zeit Tasse (gewärmt) Tasse (Vergleich)
18:00 Uhr 29,0° 29,0°
18:11 Uhr 27,2° 26°
18:20 Uhr 27,0° 25°

Hm. 2° Unterschied zwischen beheizter und unbeheizter Tasse nach 20 Minuten? Ob sich das wirklich lohnt? Vielleicht dann doch lieber ein traditionelles Stövchen mit Kerze. Oder aber das Heißgetränk schneller trinken, damit es gar nicht erst kalt wird.

6 Responses to “Der total wissenschaftliche USB Tassenwärmer-Test”


  • Dann viellleicht doch lieber den schönen USB-Tannenbaum zu Weihnachten?

  • „Warum am Arbeitsplatz auf schöne Weihnachtsstimmung verzichten? Schließen Sie den bunt leuchtenden Christbaum einfach per USB an PC oder Notebook an.“

    Zumindest sollte man ihn jetzt kaufen. Saisonbedingt ist er reduziert.

  • It appears that USB is inching into the music market now too.

    I wonder how Ikea will cope with that one. Billy USB storage anybody?

  • Katherine: Trent Raznor has been promoting the new NIN album by distributing preloaded USB sticks at conerts.

    I can’t really see IKEA going into the market. Would be hard to have a USB stick that you have to assemble at home. And that’s what IKEA is all about (apart from Teelichte and Klemmlampen), isn’t it?

  • Ich plädiere für einen Langzeitversuch. Wie realitätsfern ist es denn sein Heissgetränk in einer Bürosituation innerhalb von 20 Minuten zu trinken. Zumeist holt man sich doch einen Kaffee, um dann mindestens eine Stunde mit spontanen Meetings, Telefonkonferenzen und Herumrennen zu verbringen. Zurück am Platz macht der Kaffee dann keinen wirklichen Spass mehr.

    Was ist im übrigen gegen einen USB-Weihnachtsbaum einzuwenden? Ich habe meinen nun schon über zwei Jahre und bin äusserst zufrieden!

  • Eckart: OK, dann werde ich den Test wiederholen und auch mit praxisrelevanteren Getränken durchführen.

    Gegen einen USB-Weihnachtsbaum ist übrigens kaum etwas einzuwenden. So wie ich Dich aber verstanden habe, steht doch bei Euch das ganze Büro voll mit den Dingern. Nadeln die nicht?

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